Montag, 2. April 2012

Ja und Amen

Ruhelos. Erschöpft. Apathisch. Kraftlos. Müde. Traurig. Eingekehrt.  Mutlos. 

all das bin ich. Noch gar nicht so lange.. aber es fühlt sich wie eine Ewigkeit an.

Ich wache schon morgens gerädert auf. Will nicht reden. 
Jede Frage die mir gestellt wird verlangt eine Antwort. Eine Antwort die ich nicht weiß und nicht von mir geben möchte. Meine Lippen fühlen sich so taub an. 
Ich will nicht aufstehen, die Beine schmerzen wie nach einem Marathonlauf.
Die Finger greifen nicht nach dem was sie sollten. 
Die Augen möchten nicht aufgehen. Möchten nicht mehr gucken. Haben zu viel schon gesehen. Und es lohnt sich nicht, sie zu schminken. 
Die Ohren bluten. Haben zuviel gehört. Zu viel gehört, dass so sehr schmerzte. Vor den Entschuldigungen.
Ich versuche zu lächeln, obwohl ich nicht möchte. Bringe eine komische Grimasse zustande. 
Sie sagt das übliche "Alles okay" aus. 
Doch ich fühle mich nicht okay. Ganz und gar nicht. Bin gefangen in meinem Körper.
Das Leben nagt an mir. Nimmt mich zu sehr mit. In alle Richtungen. Ich zerreiße daran. Eigentlich bin ich mal wieder an dem Punkt wo ich merke, dass ich nicht mehr möchte. Der Sinn fehlt. 

Doch das weiß keiner. Niemand. Schließlich lächle ich noch. Mache Witze und bin da für andere. Opfere mich auf. Lenke mich ab um nicht nachzudenken. 
Ich kann nicht mehr weinen. Ich tat es nahezu jeden Abend. 
Tränen brachten mich nie weiter. Verminderten lediglich meine Sicht. 
Dann hört man eine nicht ernst gemeinte Entschuldigung und alles ist wieder gut.
Man ist glücklick für den Moment. Doch nichts änderte sich. 

Ich verlange keine Kompromisse mehr. Lasse den Dingen ihren Lauf. Wehre mich nicht. 
Sage zu allem Ja. Ja und Amen. 


Am Ende werde ich ja doch missverstanden..

1 Kommentar:

  1. Wenn du merkst, dass du das nicht mehr tragen kannst wirst du blind vor Wut und rasend vor Hass. Du wirst alles in Schutt und Asche legen bis du erkennst, dass all das Bemühen deinerseits auf Erwartungen basiert. Glück findest du vorzugweise in dir selbst. Nicht in anderen Menschen, nicht in der Liebe die du gewinnen möchtest dadurch, dass du dich selbst quälst. Vorwärts ist die Richtung in die dein Gesicht zeigt. Nicht die ganzen Richtungen in die andere Menschen gehen. Noch schwieriger wird es wenn du in alle Richtungen gleichzeitig gehen willst.

    AntwortenLöschen